Foto: Dr. Holger Stutzke

Vielleicht Besseres, als Konversation über das Wetter?

Der engagierte Unternehmer braucht eine antreibende und leitende Vision für die Zukunft seines Unternehmens. Der Hinweis auf diese Notwendigkeit führt zu der Frage nach meinen eigenen Ideen und Vorstellungen. Die will ich der Öffentlichkeit nicht unaufgefordert präsentieren.

Präsentieren will ich aber durchaus einige mehr oder weniger aktuelle Ideen, die unter das Rubrum Satire gehören können, die auch als verwegen bezeichnet werden können oder die Interessengruppen irritieren. Ideen, die Sachverhalte ggf. in Frage stellen, die den Blick auf Herausforderungen legen und die zur Diskussion anregen sollen. Konversationsinput also, als Alternative zu Wettergesprächen.

Gemein ist den folgenden Ideen, dass sie in Verbindung mit Veränderungen gesehen werden sollen, welche womöglich als Realität in der Zukunft die späteren Rahmenbedingungen in Märkten seien könnten. 

 

 

Übersicht

  1. Die Taxi-App Uber und der E-Commerce
  2. Elektromobilität und die Mineralölsteuer
  3. Bremen und die Haushaltsnotlage
  4. Künstler oder Fälscher?
  5. Sprüche

 

1. Die Taxi-App Uber und der E-Commerce

Uber hat schnell eine relevante Akzeptanz auch in Deutschland aufbauen können. Der Markt der individuellen Personenbeförderung ist in Bedrängnis geraten. Über Uber haben private Autofahrer die Transportleistung erbracht.

Der Markt für Lebensmittel im E-Commerce wächst seit Jahren und die Wachstumsprognosen fallen in ihrer Höhe unterschiedlich aus; abhängig von der eigenen Kulisse der Prognostiker.

Derzeit sind es die Handelsketten, die E-Commerceprojekte für den Vertrieb von Lebensmitteln betreiben und die vielleicht Grund dazu haben, die Projekte scheitern zu lassen.

Insbesondere kleinere Lebensmittelhersteller, vielleicht sogar solche, die handwerklich basiert sind, haben ein grundsätzliches Interesse an einem funktionierdenden Electronic Commerce. Eben diese scheitern an der sog. Filterfunktion des Handels, der als Lieferanten nur wenige Anbieter pro Produkt oder Produktgruppe berücksichtigen kann und nur solche, die in der Lage sind, genügend große Mengen bereit zu stellen, um die große Anzahl der Outlets bedienen zu können.

Die Lösung, die ein Wachstum des E-Commerce bei Lebensmitteln voran treiben kann, sind private Autofahrer, die, eingebunden in ihren üblichen Tagesablauf, aus einer regionalen Markthalle am Stadtrand Bestellungen abholen und zum Besteller bringen.

Frei werdende Supermarkt- oder Baumarktflächen könnten dafür genutzt werden. Die Markthallen könnten genossenschaftlich betrieben werden.

2. Elektromobilität und die Mineralölsteuer

Elektromobilität führt zur Zunahme von strombetriebenen Fahrzeugen; also wohl zur Abnahme der Anzahl der Autos mit Verbrennungsmotoren. Die Einnahmen des Fiskus aus der Mineralölsteuer werden demzufolge abnehmen.

Der Staat wird sich mit diesem Einnahmenrückgang kaum tatenlos abfinden können. Was könnte die Lösung sein?

Ein Übertragen des LKW-Maut-Systems auf Personenwagen. Das aktuelle Mautsystem soll ohnehin weiter ausgebaut werden, um den LKW-Verkehr auch auf Bundesstraßen gebührenpflichtig machen zu können. PKW könnten vermutlich in das System integriert werden. Und: Fahrer von Diesel- und Benzin betriebenen Fahrzeugen könnten dann sowohl Mineralölsteuer auf die Kraftstoffe und PKW-Maut bezahlen (müssen).

3. Bremen und die Haushaltsnotlage

Bremen ist das kleinste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Das Land besteht aus den Städten Bremen und Bremerhaven. Bremerhaven ist eine Enklave, die über das Bundesland Niedersachsen erreicht wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es Überlegungen gegeben, die Stadt Bremerhaven den Vereinigten Staaten von Amerika zuzuschlagen, als deren Brücke nach Europa.

Bayern beklagt den fehlenden Zugang zu den Weltmeeren.

Weshalb verkauft Bremen seine Enklave nicht an das Bundesland Bayern?

  • Bremen wäre dann schuldenfrei
  • Bremerhaven in Bayern vielleicht glücklicher, als heute in Bremen
  • Die Milch aus Weihenstephan wird schon heute an der Nordseeküste gerne getrunken
  • Bayern hätte einen Seehafen und Bremen bliebe der Jade-Weser-Port

4. Künstler oder Fälscher?

Weshalb bezahlt der Sammler durchaus ein Vermögen für manch munteren Farbklecks auf einer Leinwand, aber nur einen Almosen für die täuschend echt gemachte Kopie? Dies, obwohl sich der Fälscher Mühe gemacht  und seine Fähigkeit bewiesen hat. Gewürdigt wird also nicht Präzision und Können. Will einer Wohlstand, muss er Künstler sein in seinem Fach. Künstler auch in wirtschaftlichen Belangen. Und durchsetzungsstark. Beuys, Kandinsky, Mateschitz.

5. Sprüche

Sprüche - Mögen oder meiden; diese Entscheidung liegt immer im Ermessen des Einzelnen. Ein Spruch ist stets ein mehr oder weniger gelungener, pointierter Blick auf eine identifizierte Realität. Entscheiden Sie selbst:

Strittig ist, ob ein erreichbares Optimum auch optimal ist.

 

Eine Persönlichkeit sein zu wollen, musst Du auch aushalten können.

 

Es war auch früher so; das Netz ist schon in biblischen Zeiten genutzt worden, um "was abzufischen".

 

Der bessere Lehrer ist nicht Richter über den Lernerfolg; er ist Werber für sein Fach.

 

Die Zufriedenheit mit der Demokratie in der einer lebt,  ist tief im Kern abhängig von der Intensität des eigenen Gestaltungswillens und vor Allem der Grundgesamtheit.

 

Mit  Do-it-yourself-News können Könner Wahlen besiegen.

 

Bei besonders flexiblen Menschen ist deren Gradlinigkeit ausgeschlossen?

 

Wenn der Klügere nicht nachgibt; ist dann der Dumme der Dumme?

 

Ob Odyssee oder Eau de Cologne; am Ende soll ein Ziel erreicht werden.

 

Deutsche Bahn; ja schon, aber selbst Zugvögel fliegen.

 

In dubio pro Deo.

 

Mancher Glaube hat selbst Berge entsetzt.

 

Ein Kompromiss ist der Feind der Entscheidung.

 

Erst Kopulation, dann Population.

 

Das Leben ist eine Textaufgabe.

 

Prognosen? Stell' Dir vor, du willst Auto fahren und deine Frontscheibe ist ein Spiegel.

 

Die unerträgliche Peinlichkeit des Seins.

 

Ist einer besonders durchtrieben, der selbst beim Adventskalender ein Hintertürchen offen lässt?

 

Mancher fährt auf der Straße wie Michael Schumacher. Aber hinter der nächsten Straßenecke wartet niemals ein Boxenluder.

 

Besser passt für ihn ein Job bei Bonduelle. Erbsenzähler vielleicht?

 

In der Botanik ist der Farbwandel zu braun die Phase vor "ab".

 

Engagiert ist, wer tut, was er kann. Erfolgreich, wer kann, was er tut.

 

Coffee-to-go. Es wird soweit kommen, dass wir glauben werden, das Heisse wäre der Treibstoff zum Gehen.

 

Für manche Aussage wird man heute gehenkt; am öffentlichen Galgen von Facebook.

 

Promi: von Promiskuität oder von Prominenz?

 

Wirklich nicht richtig ist, dass Wirtschaft mit Doppel-R geschrieben wird.

 

 

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