Strukturiert, geordnet und vorbereitet dem Markt gegenüber treten                                                              Foto: Holger Kadgiehn

Rechnungswesen nahe Beratung

Aufgabe der Buchführung ist die Dokumentation aller zahlungswirksamen Aktivitäten und damit der Geschäftsvorfälle eines Unternehmens. Nach Beendigung eines Geschäftsjahres wird aus den dokumentierten Daten die Bilanz erarbeitet; die ist deshalb stets vergangenheitsbezogen. Eine solche  rückwärts gewandte Sichtweise dient der Ermittlung der Steuerschuld des Unternehmens. Daten des Rechnungswesens dienen in der Handelsbilanz darüber hinaus der Analyse von Erfolgspotentialen, also der Zukunftsfähigkeit. Die dem Rechnungswesen nahe Beratung im engeren Sinne gehört zum Leistungsspektrum vieler Steuerberater. Dazu gehören im Einzelnen:

 

Finanzwirtschaftliche Analyse

Vermögensstrukturanalyse

Kapitalstrukturanalyse

Analyse der horizontalen Bilanzstruktur

Zahlungsstromorientierte Analyse der Finanzlage

 

Erfolgswirtschaftliche Analyse

Ergebnisquellenanalyse

Rentabilitätsanalyse

Analyse der horizontalen Bilanzstruktur

Alle hier geschilderten Analyseaufgaben sind auch Teil meines Leistungsspektrums. Mit Kosten, Kunden und der Kalkulation befasst sich die dem Rechnungswesen nahe Beratung im weiteren Sinne. Meine Dienstleistungen in diesem Zusammenhang werden im Folgenden erläutert:

 

 

 

Übersicht

1. Gemeinkostenwertanalyse

2. Kundenwertbeurteilung als Erlösquellenanalyse

3. Unterstützung im Zusammenhang mit der Kalkulation

 

 

1. Gemeinkostenwertanalyse

Daten des Rechnungswesens sind die Ausgangsbasis für alle zahlungsbezogenen Detailplanungen in einem Planungskonzept. Geplant wird jährlich neben der Leistung des Unternehmens und der erwarteten Absatzmenge inklusive des Verkaufspreises auch der Ressourceneinsatz der Planperiode. In diesem Zusammenhang werden also Kosten bzw. Aufwendungen geplant. Dokumentiert wird dabei deren Steigerung im Laufe der Zeit. Ein Instrument zur Identifikation von Einsparungsmöglichkeiten ist die Gemeinkostenwertanalyse. Gemeinkosten sind die Art Kosten, die einer Leistung nicht eindeutig und sicher zugerechnet werden können. Deshalb ist ein Ansteigen solcher Kostenbeträge nur mit Unsicherheit in eine Verbindung mit der einzelnen Unternehmensleistung, also dem einzelnen Produkt oder der einzelnen Dienstleistung zu bringen.

 

Der Zusammenhang zwischen einer Kostenposition und dem Wert einer Unternehmensleistung ist also nicht eindeutig erkennbar. Gemeinkosten sind zu einem großen Teil Kosten der Organisation, der Verwaltung und der Entwicklung von Produkten/Dienstleistungen oder des Unternehmens.

 

Bei der Gemeinkostenwertanalyse geht es darum, Einsparpotentiale zu identifizieren bei denjenigen Budgets, die nicht eindeutig einem Produkt oder einer Dienstleistung zuzurechnen sind. Der Analyseprozess wird differenziert in:

 

Vorbereitungsphase

Analysephase

Realisierungsphase

 

Die Gemeinkostenwertanalyse ist Teil meines Dienstleistungsangebotes.

 

 

2. Kundenwertbeurteilung als Erlösquellenanalyse

Gegenstand der Kundenwertanalyse ist die Geschäftsbeziehung zu Kunden, die durchaus als Ressource eines Unternehmens aufgefasst werden kann. Kunden nehmen gegen Entgelt die Leistung eines Unternehmens in Anspruch und verursachen Kosten im Zusammenhang mit deren Gewinnung und Betreuung. Die Geschäftsbeziehung zu manchen Kunden oder Kundengruppen ist profitabler, als die zu Anderen. Die Kundenwertanalyse leistet dabei einen Beitrag, Klarheit zu gewinnen. 

 

Der Kundenwert ist grundsätzlich subjektiv. Er wird durch die Ziele des Unternehmens beeinflusst und durch Alternativen zu einem Kunden oder einer Kundengruppe. Die Kundenwertanalyse berücksichtigt daher auch das Zielsystem des Unternehmens. Kann die Bewertung eines Kunden höher ausfallen, wenn das Leistungsspektrum des Unternehmens sich verändert?

 

Berücksichtigt wird die Sachdimension, bei der der monetäre Nutzen der Geschäftsbeziehung ermittelt wird, alternativ aber auch Fragen nach Zusatznutzen gestellt werden, wie Referenzpotential des Kunden oder der Innovationsanspruch in der Geschäftsbeziehung. Dann die Zeitdimension, die statisch und damit zeitpunktbezogen betrachtet werden kann oder alternativ zeitraumbezogen die Zukunft mit einbezieht.

 

 

3. Unterstützung im Zusammenhang mit der Kalkulation

Kalkulation wird in der Betriebswirtschaftslehre auch als Kostenträgerstückrechnung bezeichnet. Es geht um die Ermittlung der Selbstkosten (ggf. auch der Herstellkosten) für eine Produkteinheit oder Leistungseinheit. Zu kalkulieren ist die Aufgabe von Experten in der Erstellung solcher Einheiten. Die ermitteln die jeweiligen Verbrauchsgrößen einzelner  Ressourcen, wie Materialmengen, Personaleinsatz- und ggf. Maschinenlaufzeiten. Bewertet werden die Verbrauchsgrößen mit Beschaffungspreisen; am Ende liegt die Summe der geplanten Einzelkosten vor. Neben Einzelkosten, die einer Leistungseinheit direkt und unmittelbar zugeordnet werden können, fallen in Unternehmen Gemeinkosten an; Kosten die eben nur unter Unsicherheitsbedingungen einer Leistungseinheit zugerechnet werden können. Der Umgang mit Gemeinkosten ist betriebswirtschaftliche Aufgabe und stellt einen Teil meiner Dienstleistung dar.

 

 

Dipl.-oec. Holger Kadgiehn    Im Grünen Winkel 3    28816 Stuhr    Tel.: 0421/223 81 61    mobil: 0170 205 0358    e-mail: kadgiehn@kadgiehn.de

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